Tag 3 – JA zur Sehnsucht | 30 Tage JA

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JA zur Sehnsucht

 

Für mich ist Sehnsucht etwas, das sich gleichzeitig bitter und süß anfühlt. Ist es gut, JA zur Sehnsucht zu sagen?

Sehnsucht ist ein guter Lehrer

Wenn ich bereit bin, mir meine Sehnsucht genauer anzuschauen, kann ich viel daraus lernen.

Die Sehnsucht zeigt mir, was mir in meinem Leben wichtig ist.

Sie zeigt mir auch, dass es da ein Bedürfnis gibt, das nicht gestillt ist.

Wenn die Sehnsucht zum Dauerzustand wird

Problematisch wird es, wenn sich die Sehnsucht ganz auf eine konkrete Sache oder eine bestimmte Person konzentriert.

„Ich kann nur mit diesem einen Menschen glücklich sein.“
„Ich will unbedingt dieses und jenes haben, dann werde ich zufrieden sein.“

Das wird selten funktionieren. Möglicherweise stelle ich fest, dass ich den Gegenstand meines Verlangens zwar bekommen habe, die Sehnsucht aber nach kurzer Zeit wiederkommt.

Oder ich versteife mich komplett auf diese eine Lösung, die jedoch nicht erreichbar ist und mich dauerhaft unzufrieden sehnen lässt.

In beiden Fällen wird mein Bedürfnis nicht gestillt und ich bleibe ‚hungrig‘. Im Coaching erlebe ich immer wieder, dass jemand lange Zeit in dieser Dauerschleife hängen bleibt.

Verbitterung ist Sehnsucht ohne Hoffnung

Schwierig wird es auch, wenn sich zur Sehnsucht die Hoffnungslosigkeit gesellt. Denn dann fühle ich eine Lücke und glaube aber nicht daran, dass ich das Gewünschte erhalten oder erreichen kann.

Das ist der bittere Teil der Sehnsucht und der Mensch ver-bittert daran.

Verbitterung äußert sich oft in Sarkasmus und verletzendem Verhalten. Der Betroffene fühlt sich enttäuscht, verraten und benachteiligt. Er hadert mit der Situation und bleibt in diesem NEIN gefangen.

Das JA befreit

Um nicht in diesen negativen Modus zu rutschen, braucht es das JA zur Sehnsucht.

Das JA, um das NEIN konstruktiv loszulassen.

JA, da fehlt mir etwas, das ich gerne in meinem Leben hätte.
JA, ich bin traurig oder enttäuscht, dass es nicht da ist.
JA, möglicherweise bekomme ich das, was ich mir da ersehne, nicht auf die gewünschte Weise.

Wie ich damit arbeiten kann:
Ok, worum geht es mir genau? Welches Bedürfnis steckt denn dahinter? Was verbinde ich eigentlich genau mit dem Ersehnten?

Und ganz wichtig:
Auf welchem Weg kann ich dieses ungestillte Bedürfnis noch befriedigen? Welche Optionen habe ich?

Dann zeigt mir die Sehnsucht die Richtung auf, wie ich mein Leben glücklicher gestalten kann.

Auch zu diesem Thema habe ich für alle, die sich gerne näher damit beschäftigen wollen, wieder eine Buchempfehlung:

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Wie steht es mit Ihrem JA zur Sehnsucht? Welche Aspekte sind eher süß, welche eher bitter?

Falls Sie Tipps für andere Leser haben, schreiben Sie sie einfach unten ins Kommentarfeld.

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