Tag 8 – JA zum Stillstand | 30 Tage JA

.

JA zum Stillstand

 

Stillstand ist für aktionsorientierte Menschen ein Graus – ich weiß, wovon ich rede! Hier hilft es mir, bewusst JA zum Stillstand zu sagen.

Stillstand ist ein Trugbild

Stillstand, Stagnation, nichts geht voran. Alle Bemühungen scheinen ins Leere zu Laufen. Wir stecken wie im Treibsand fest.

Für jeden, der die Dinge gerne aktiv voranbringt, eine schwere Zeit.

In meinem Leben durfte ich lernen, dass Stillstand nur ein Trugbild ist. Ich nehme zwar innen und außen keinerlei Bewegung wahr. Aber in der Rückschau, nachdem wieder Bewegung in die Sache gekommen ist, kann ich immer deutlich sehen, wozu diese Phase scheinbarer Stagnation notwendig war:

    • Im Innen braucht es Zeit, neue Erkenntnisse zu ‚verdauen‘ und zu integrieren.
    • Ideen und Pläne können in dieser Zeit schrittweise reifen.
    • Manchmal muss auch erst etwas Gras über eine Sache wachsen, bevor wir konstruktiv damit umgehen können.
    • Im Außen brauchen auch andere Menschen, die für einen nächsten Schritt notwendig sind, Zeit zur inneren Auseinandersetzung mit dem Thema.

 

Und natürlich dienen diese Phasen noch zu etwas Wichtigem: Meinen Willen zu schärfen und immer wieder mein JA zu diesem Vorhaben neu zu überprüfen.

Mein Verstand weiß also, dass diese Zeiten in Wahrheit keine Stagnation im negativen Sinn bedeuten, daher nenne ich sie »Integrationsphasen«.
Anfühlen tun sie sich damit kein bisschen besser 🙂 , aber ich finde einen besseren Umgang damit.

Die Fallen des Stillstands

In den Phasen des Stillstands, die ja durchaus eine längere Zeit andauern können (meine längste bei einem wichtigen Thema dauerte über 7 Jahre), gibt es zwei Fallen, die es zu vermeiden gilt:

Aufgeben

Es spricht überhaupt nichts dagegen, ein Vorhaben überlegt aufzugeben.

In einer Stillstandsphase wird unsere Beharrlichkeit geprüft. Da hat sicher jeder einmal Tage, wo es einfach reicht und es verlockend erscheint, das Ganz bleiben zu lassen.

Hier habe ich es mir angewöhnt, keine spontane Entscheidung zu treffen.

NEIN zum Aufgeben, JA zum WARUM

JA, das fühlt sich ziemlich hoffnungslos an. JA, ich mag nicht mehr.

Ok, was genau ist mein WARUM? Warum war mir diese Idee so wichtig?

Wenn mein WARUM stark ist, weiß ich sehr schnell wieder, warum sich ein Weitermachen lohnt.

Oder ich erkenne, dass mein WARUM doch etwas schwächlich ist. Dann ist eine gute Zeit, mein WARUM zu hinterfragen. Möglicherweise stelle ich fest, dass es mir in Wahrheit doch um etwas anderes geht und mein Vorhaben dafür nicht wirklich die Lösung ist. Dann kann ich meinen Kompass neu stellen.

Aktionismus

Wenn ich an meinem Vorhaben festhalten möchte, kann es sich sehr verlockend anfühlen, etwas zu TUN. Nur damit ich das Gefühl habe, die Dinge voranzubringen.

Wikipedia hat für den Aktionismus eine wunderbare Definition:
„Der Begriff Aktionismus unterstellt betriebsames, unreflektiertes oder zielloses Handeln ohne Konzept, um den Anschein von Untätigkeit oder Unterforderung zu vermeiden oder zu vertuschen. Aktionismus kann auch bedeuten, dass viele Projekte diskutiert oder begonnen, aber nicht zu Ende geführt werden.“

Genau das trifft es: Betriebsam und unreflektiert. Mein Handeln entspringt dann nicht einem durchdachten Plan, sondern einfach dem Wunsch, irgendetwas zu machen.

Auch in Unternehmen findet in Zeiten der Krise jede Menge Aktionismus statt. Weil alle Beteiligten das Gefühl haben: „Wir müssen unbedingt etwas tun!“

Aktionistisches Handeln verbraucht Kraft, kostet Ressourcen und führt in der Regel zur Enttäuschung, da es die erhofften Effekte nicht bringt.

NEIN zum Aktionismus, JA zum Innehalten

Sinnvolle Schritte sind prima. Sinnvolles Handeln braucht auch nicht immer ausgeklügelte Pläne, das sprichwörtliche Bauchgefühl, unsere Intuition, zeigt oft genau die richtige Richtung.

Um eine intuitive von einer aktionistischen Handlungsidee zu unterscheiden, braucht es wieder ein JA.

Ja, dieser Stillstand belastet mich gerade sehr. JA, der Drang, etwas zu tun, ist grade sehr stark.

Ok, dann lass uns mal Innehalten und SPÜREN, was da gerade ist.

Still werden, atmen. Das Ganze aus der Distanz betrachten.
Unser Körper zeigt uns genau, was Intuition und was Aktionismus ist.

Aktionistische Ideen sind eher nervös, eine innere Unruhe, ein Gefühl von Druck im Brustkorb oder in der Magengegend, Enge.

Intuitive Ideen sind ruhig, freudig, ein warmes und weites Gefühl im Körper.

Das JA weist uns auch hier den Weg.

Für alle Macher unter uns gefällt mir dieses Buch zum Umgang mit Stillstand sehr gut:

Hier der Partner-Link zu Amazon
Der Weg des Meisters: Wie man große Visionen verwirklicht
Von Christian Bischoff
Preis: EUR 20,00
Aus der Reihe Meisterwerk Leben. 1. Aufl. 2012. 184 S.: Ill., graph. Darst.; 21 cm, gebundene Ausgabe, Einband leicht bestossen, sonst sehr gutes Ex.

Den inneren Prozess beschreibt Susanne Hühn am Beispiel von Raupe und Schmetterling:

Hier der Partner-Link zu Amazon

 

 

Marion Wandke-Portrait-2

Wie geht es Ihnen mit dem Thema Stillstand? Ich freue mich über Ihr Feedback!

____________________

____________________

[starbox]


?
E-Mail an kontakt@resilienzimpulse.de
?
0711 - 57700647
?