Tag 12 – JA zur Vergangenheit | 30 Tage JA

 

JA zur Vergangenheit

 

Für die einen ist die Vergangenheit ein rosiger Ort, an den sie gerne zurückkehren möchten. Für die anderen eine düstere Erinnerung. Wann braucht es besonders ein JA zur Vergangenheit?

Vergangenheit findet im Kopf statt

Wie oft beschäftigen Sie sich mit Dingen, die vergangen sind? Vielleicht mit Personen oder Ereignissen von gestern oder schon vor 20 Jahren. Oder sogar vor Ihrer Geburt im Leben Ihrer Eltern oder Großeltern.

Eines haben sie gemeinsam: Sie sind vorbei. Aber irgendwie doch nicht, solange wir noch daran denken. Damit bleiben sie auch Teil unserer Gegenwart und beeinflussen unser aktuelles Leben. Und damit auch unsere Zukunft.

Die helle und die dunkle Kiste

Erinnerungen können etwas sehr Schönes sein. Wir denken an frohe Zeiten, glückliche Erlebnisse oder geliebte Menschen. Das Erinnern zaubert ein Lächeln in unser Gesicht und ruft nochmals all die guten Gefühle zurück.

Das finde ich toll und für mich ist das wie eine Schatzkiste, die ich immer öffnen kann und in der ich beim Stöbern lauter kleine und große Kostbarkeiten finde.

Diese Erinnerungen stärken mir den Rücken, weil ich darin Geschichten von Mut und Unterstützung finde. Leichte Momente, Lachen und abenteuerliche Erlebnisse. Lektionen, die ich gelernt habe, Menschen, die mich eine Weile meines Wegs begleitet haben und auch das Wissen, dass sich schwierige Situationen im Nu wenden können. Dass sich Durchhalten (meistens 🙂 ) lohnt, dass aber auch die Dinge, die nicht gelungen sind, wichtige Meilensteine waren.

Das JA zu dieser hellen Kiste, auf der Vergangenheit steht, fällt mir natürlich leicht.

Aber wie steht es mit der dunklen Kiste, in der die weniger schönen Erinnerungen verstaut sind? Wie oft mache ich hier den Deckel auf, hole mir etwas davon heraus und beginne damit zu hadern, zu bereuen, mich zu ärgern oder schmerzlich zu vermissen?

Genauso, wie mich die helle Kiste erfreut und ermutigt, raubt mir die dunkle Kiste meine Zuversicht und macht mich traurig und schwach.

Hier ist dann höchste Zeit, JA zu sagen.

Das JA bedeutet loslassen

Das JA zur Vergangenheit bedeutet, ich lasse sie gehen. Es heißt nicht, dass ich alles gut finden muss, was sich so in der dunklen Kiste findet.

Es heißt einfach: Ja, genau das ist damals gewesen.
Die Realität akzeptieren.

Loslassen kann ganz schön schwer sein. Ich war einmal bei einem entsprechenden Seminar und ein Teilnehmer sagte in der Vorstellungsrunde: „ICH MUSS JETZT ENDLICH LOSLASSEN!!!!“. Und erzählte die nächsten drei Tage ausführlich, was ihm ganz genau widerfahren ist, wie ungerecht das war und was er den damals Beteiligten noch alles sagen wird, wenn er nur die Gelegenheit dazu bekommt. Er war noch so tief in sein Drama verstrickt, dass er auf die Frage, was denn heute gut in seinem Leben sei, spontan keine Antwort wusste.

Am Ende sagte er mir, dass es ihm eigentlich nicht ums Loslassen geht, sondern um Vergeltung und Wiedergutmachung.

Das JA zur Vergangenheit braucht Vergebung

Dinge in der Vergangenheit nicht loslassen zu können, hängt sehr oft mit fehlender Vergebung ab.

Was, werden Sie vielleicht sagen, jetzt soll ich auch noch jemandem vergeben, der mich so schlecht behandelt hat! Der mich betrogen, mein Vertrauen missbraucht oder mich geschädigt hat.

Äh, ja genau. Das meine ich.

Solange wir noch offene Rechnungen mit jemand haben, mit irgendetwas von früher nicht abgeschlossen haben, ist das Futter für unsere dunkle Kiste.

Und es muss nicht einmal eine einzelne Person oder Gruppe oder ein Unternehmen sein, das uns Unrecht getan hat. Wir können genauso mit Gott und dem Schicksal hadern.

Und mit uns selbst. Weil wir versagt haben. Weil wir nicht der Mensch waren, der wir hätten sein sollen. Weil wir nicht besser auf uns aufgepasst haben und vielleicht zu vertrauensselig waren.

Aus dieser Form der dunklen Kiste gibt es nur einen Weg heraus: Loslassen, Vergeben, den Frieden damit machen.

Eine konstruktive Lehre daraus ziehen, die mir und anderen Menschen dienlich ist.

Oder wie ein Lehrer von mir sagte: Das Gold aus dem Dreck schürfen. Das Gold in die Schatzkiste legen und den Rest in Frieden ruhen lassen.

Zum Thema Vergebung kann ich Ihnen dieses Buch ans Herz legen, es lohnt sich:

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Ich vergebe: Der radikale Abschied vom Opferdasein
Von Colin C. Tipping
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Marion Wandke-Portrait-2

Wie geht es Ihnen mit Ihrer Vergangenheit? Ist Ihre heller Kiste größer oder Ihre dunkle? Ich freue mich über Ihr Feedback!

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