Tag 14 – JA zum Nicht-Wissen | 30 Tage JA

 

JA zum Nicht-Wissen

 

Was soll Nicht-Wissen in einer Zeit der Effizienz, der Selbstoptimierung und der gut getakteten Lebensentwürfe für einen Platz haben?

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis

Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Sicherheit in seinem Leben und das nicht nur in Bezug auf die ganz existenziellen Dinge wie Essen und ein Dach über dem Kopf. Der eine mehr, der andere weniger, aber insgesamt fühlen wir uns wohler, wenn unser Leben in einem bestimmten Maß überschaubar und planbar ist: Die Partnerschaft, der Job, die Finanzen und alles andere.

Es macht Sinn, dass wir hier eine gute tägliche Routine in unserem Leben einhalten. Die Arbeit zuverlässig erledigen, unsere Rechnungen bezahlen und ein verlässlicher Partner in unseren Beziehungen sind. Uns gut um uns selbst kümmern. Andere unterstützen und alle Bälle, die uns wichtig sind, in der Luft halten.

Aber welches Maß an Sicherheit brauchen wir?

Reicht es mir, wenn ein paar grundlegende Punkte gerade erfüllt sind? Gesundheit, Finanzen, Beziehungen – im Moment im grünen Bereich. Prima, das wird schon gut weitergehen.

Oder brauche ich eher mehr Zahlen / Daten / Fakten, damit ich mich sicher und entspannt fühlen kann? Dass mein Arbeitsplatz wirklich sicher ist, dass meine Partnerschaft Bestand haben wird, dass meine Finanzen auch im Alter stimmen, dass, dass, dass, …

Nicht-Wissen macht Angst

Je mehr Gewissheiten wir brauchen, um uns sicher zu fühlen, desto mehr macht uns das Nicht-Wissen Angst.

Angst vor Kontrollverlust. Angst vor all den schlimmen Dingen, die wir nicht erleben wollen. Angst, das, was wir haben, zu verlieren.

Und mancher versucht, dieses Gefühl von Ohnmacht durch noch mehr Kontrolle in den Griff zu bekommen.

Dabei konfrontiert uns das Leben immer wieder mit einer Tatsache: Kontrolle ist eine Illusion.

Kontrolle ist eine Illusion

Nicht-Wissen ist der Normalzustand. Kontrolle zu haben ist eine Illusion.

Klar kann ich aus dem heutigen Ist eine recht gute Prognose für morgen abgeben. Ich habe heute einen guten und sicheren Arbeitsplatz? Die Wahrscheinlichkeit, ihn morgen auch noch zu haben, ist hoch. Aber wie sieht es für das nächste Jahr aus oder für einen Zeitpunkt in 10 Jahren?

Wir alle haben es schon erlebt: Mit einem Schlag kommt etwas in unser Leben und plötzlich ist alles in Frage gestellt. Nichts ist mehr so sicher, wie es gestern noch schien.

Wie ich damit umgehe?

Ich sage mir, JA ich MAG Sicherheit, Planbarkeit und Berechenbarkeit.

Aber ich weiß auch, sie ist naturgemäß begrenzt. Meine Möglichkeit, Dinge zu gestalten und zu kontrollieren ist begrenzt. Mein Einfluss auf andere Menschen ist begrenzt.

Und ich weiß auch, dass ein Zuviel an Sicherheit, Planbarkeit und Berechenbarkeit das Leben erstickt. Mich nicht weiter wachsen lässt. Mir keine neuen Erfahrungen schenkt.

Daher sage ich – gerade in Zeiten, die eher unkontrollierbar erscheinen – JA zum Nicht-Wissen (manchmal mit zusammengebissenen Zähnen 🙂 ) und NEIN zu meinem Kontrollbedürfnis.

JA zu den unangenehmen Gefühlen, die damit einhergehen können.

Und damit auch: JA zum Vertrauen.

Zu mir, dass ich, was auch immer kommen mag, immer einen Weg finde, damit umzugehen.

Zu anderen, die mir auch in diesen Zeiten zur Seite stehen.

Zum Leben, das mich immer wieder aus meiner Komfortzone herauslockt oder auch mal mit einem fetten Tritt herausschubst.

Ein Buch, das mir zum Umgang mit dem Nicht-Wissen gut gefällt:

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Die vierte Kränkung: Wie wir uns in einer chaotischen Welt zurechtfinden (Goldegg Gesellschaft)
Von Barbara Guwak, Matthias Strolz
Preis: EUR 24,22
Wie wir uns in einer chaotischen Welt zurechtfinden
Gebundenes Buch
Eine alte Weltordnung geht zu Ende, eine neue fehlt noch!
Wir stecken mitten in der vierten Kränkung der Menschheit: Die von uns geschaffene Welt lässt sich nicht mehr beherrschen!
Bereits Kopernikus erschütterte die Welt mit der Erkenntnis, dass nicht die Erde im Mittelpunkt des Universums steht, sondern die Planeten um die Sonne kreisen. Darwin kränkte die Menschheit mit der Nachricht, dass der Mensch vom Affen abstammt und Freud richtete uns aus, dass wir nicht Herr im eigenen Hause sind.
Nun steht die vierte Kränkung an: Wir erfahren, dass wir die Welt nicht so steuern können, wie wir uns das bisher vorgestellt haben.
Das neue, vom Autorenteam weiterentwickelte VUKA-Konzept stellt die Welt als volatil, unsicher, komplex und ambivalent dar.
Jetzt kommt es darauf an, wie wir die Weichen für die Zukunft stellen! Das Autorenteam bietet Ansätze, wie wir Zukunftskompetenz aufbauen können. Identität, Signalresonanz, Beziehungsfähigkeit, Ambiguitätstoleranz und Resilienz sind zentrale Erfolgsdimensionen, um in diesen chaotischen Zeiten entscheidungs- und handlungsfähig zu bleiben.
Der nächste Lernschritt der Menschheit steht an und braucht Liebe, Ordnung und Erkenntnis.
Marion Wandke-Portrait-2

Wie können Sie mit dem Nicht-Wissen umgehen? Ich freue mich über Ihr Feedback!

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