Tag 15 – JA zum Nein | 30 Tage JA

 

JA zum Nein

 

Klingt das paradox? Nein, ist es nicht! Es braucht beides, das JA und das NEIN.

JA erwünscht!

Gibt es ein Wort, das so erwünscht ist, wie das Ja? Dass der andere JA sagt zu unseren Wünschen, unseren Erwartungen, unseren Plänen und überhaupt.

Am liebsten Ja zu fast allem.

Im beruflichen Umfeld ist das nicht anders als im privaten. Ja, das mit den Überstunden geht klar. Ja, diese Aufgabe übernehme ich selbstverständlich.

Ja auf der ganzen Linie.

Ist das NEIN gefährlich?

Das JA wird oft einfach erwartet.

Und wie groß kann dann die Enttäuschung sein, wenn wir das Ja nicht bekommen. Der andere nicht dieselben Ziele und Pläne hat wie wir oder einfach auch mal keine Zeit oder Lust hat. Sich „verweigert“.

Wir alle haben schon sehr früh gelernt, wie erwünscht das Ja, das Bravsein, ist. Und wir alle haben eher früher als später auch die Reaktionen erlebt, wenn wir mal nicht Ja gesagt haben, nicht brav waren und unseren eigenen Weg verfolgen wollten.

Enttäuschung.
Unverständnis.
Kritik.
Streit.
Beleidigtsein.
Strafe.

Ist es da ein Wunder, warum uns das NEIN oft so schwer über die Lippen kommt? Wenn doch die Gefahr besteht, dass es dann vorbei ist mit der Harmonie.

Dass ich dann abgelehnt werde. Dass ich dann als egoistisch gelte. Dass ich dann schuld bin, wenn es einem anderen schlecht geht. Dass am Ende niemand mehr mit mir etwas zu tun haben will.

Das JA und das Selbstbild

In meinen Coachings erlebe ich oft, dass das JA auch sehr stark mit dem Selbstbild verbunden ist. Ich bin doch eine freundliche und mitfühlende Person. Zuverlässig. Vernünftig. Auf mich kann man sich verlassen.

Und dann NEIN sagen, wenn mich jemand um etwas bittet? Undenkbar!

Das JA ist dann beinahe automatisiert und ich sage JA, ohne wirklich eine Entscheidung getroffen zu haben.
Ohne mich zu fragen: Will ich das wirklich?
Ohne mich zu fragen: Was hat das JA für einen Preis? Welche Folgen hat es für mich, welche für andere?
Und mich dann bewusst zu entscheiden.

Wenn ich JA sage, obwohl ich NEIN meine, sage ich NEIN zu mir selbst.

Das NEIN braucht Selbst-Vertrauen

Je autonomer und selbstbewusster wir in unserer Persönlichkeit sind, desto einfacher ist es, sich frei zwischen JA und NEIN zu entscheiden. Desto souveräner können wir mit negativen Reaktionen umgehen und einem drohenden Konflikt gelassen entgegensehen.

Selbstvertrauen.
Selbstbewusstsein.
Selbstwertgefühl.
Selbstliebe.

Gut für jeden, der das schon in seiner Kindheit gut entwickeln konnte. Aber natürlich ist es nie zu spät, sich hier auf den Weg zu machen. Für alle, die sich näher damit beschäftigen wollen, empfehle ich meinen Artikel: „ Nathaniel Brandon – Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls | Buchempfehlung mit Infografik“.

Das NEIN hat viele positive Gesichter

Mit dem NEIN sind sehr viele negative Erwartungen verbunden. Nun schauen wir uns doch einmal an, welche positiven Wirkungen das NEIN haben kann.

Gerade, wenn uns das NEIN schwer fällt, gibt es uns Stolz und Selbstvertrauen, wenn wir immer wieder diese Hürde überspringen.

Wir können oftmals sehr überrascht erleben, dass die Menschen positiv auf unser NEIN reagieren. Verständnisvoll sind. Uns respektieren.

Wir leben ein erfüllteres Leben, weil wir mehr JA zu uns selbst und unseren Bedürfnissen sagen.

Daher: Ein deutliches JA zum NEIN!

Wie Sie das NEIN gut kommunizieren können, können Sie in meinem Artikel „Sag es richtig! Die 4 Schlüssel der erfolgreichen Kommunikation | Bessere Kommunikation – im Arbeits- und im Privatleben“ nachlesen.

Der Business-Coach Martin Wehrle hat dazu ein lesenswertes Buch geschrieben:

Hier der Partner-Link zu Amazon
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Und wie steht es mit Ihrem JA zum NEIN? Ich freue mich über Ihr Feedback!

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