Tag 16 – JA zur Leichtigkeit | 30 Tage JA

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JA zur Leichtigkeit

 

Mehr Leichtigkeit wünscht sich beinahe jeder. Aber was steht uns im Weg?

Der Traum von Leichtigkeit

Wenn man Menschen fragt, was sie mit Leichtigkeit verbinden, kommen häufig diese Aussagen:

Alles geht mir dann leicht von der Hand.
Das Leben verliert seine Schwere und macht viel mehr Freude.
Ich mache mir dann keine Sorgen, sondern bin unbekümmert und zuversichtlich.
Ich gehe alle Dinge spielerisch an.

Das klingt doch alles gut, oder? Aber darf das Leben denn leicht sein? Oder geben wir uns dann nur nicht genug Mühe und „machen es uns leicht“?

Darf das Leben leicht sein?

Ich kann mich an eine Diskussion vor langen Jahren erinnern. Ich war damals Führungskraft in einem Konzern und wir besprachen im Kollegenkreis das Vorankommen einiger Projekte. Dabei fiel mir auf, dass die Projektleiter und –teams, die offenbar „hart arbeiteten“ mehr Ansehen genossen als diejenigen, bei denen scheinbar alles leicht und easy vonstatten ging.

Harte Arbeit zählt mehr

„Ohne Fleiß kein Preis.“
„Arbeit macht das Leben süß.“
„Nur die Harten kommen in den Garten.“

Ob im Sport oder im Beruf: Erfolge sind desto wertvoller, je härter wir darum kämpfen mussten.

Mir selbst fällt es auch viel leichter, auf etwas stolz zu sein, für das ich mir richtig Mühe geben musste. Das schwer zu erringen war. Wo ich Durchhaltevermögen und Mut gebraucht habe.

Das leicht Errungene, Mühelose kommt mir da eher verdächtig vor. Hätte ich vielleicht mehr erreichen können, wenn ich mir mehr Mühe gegeben hätte?

Ein seltsames inneres Programm, das der Leichtigkeit so wenig Wert beimisst! Denn was kreiere ich mir als tatorientierte Person damit natürlich: Klar, hart erkämpfte Erfolge.

Erst, seitdem ich damit begonnen habe, mit den darunterliegenden Glaubenssätzen zu arbeiten, kann ich mich auch besser über „leicht und easy“ freuen.

Was der Leichtigkeit im Weg steht

Vielleicht kennen Sie ja das Antreiber-Konzept aus der Transaktionsanalyse. Antreiber sind in der Kindheit verinnerlichte Botschaften und Anweisungen, die sich tief in das Denken und Verhalten eingeprägt haben und bis ins Erwachsenenalter hinein als einschränkende Glaubenssätze nachwirken.

Sei perfekt!
Beeil dich!
Mach es allen recht!
Sei stark!
Streng dich an!

Nach überschäumender Leichtigkeit und Lebensfreude klingt davon keiner.

Das „Streng dich an!“ haben wir schon im ersten Absatz kennengelernt.

Wenn ich mit Gruppen arbeite, sind meistens zwei dieser Antreiber besonders stark vertreten: „Mach es allen recht!“ und „Sei perfekt!“.

Beides sind echte Leichtigkeits-Verhinderer.

Durch das „Mach es allen recht!“ entsteht viel Druck und Stress, da vielfältigen Erwartungen von anderen entsprochen werden muss. Nein-Sagen ist hier ein großes Problem. In meiner JA-Reihe gibt es dazu einen weiterführenden Artikel: JA zum NEIN.

Das „Sei perfekt!“ führt dazu, dass gut nie gut genug ist. Eine Qualität, die einfach ausreicht, geht gar nicht. Selbst eine gute Qualität stellt nicht zufrieden, denn es sollte schon alles perfekt sein.

Es findet sich dabei immer etwas, das noch getan werden muss, an dem weitere Verbesserungen notwendig sind. Das trifft natürlich auch auf uns selbst zu. So, wie wir sind, sind wir einfach noch nicht gut genug.

Diese inneren Muster führen zu viel Kummer und Schwere. Ich möchte jeden, der davon etwas bei sich wiedererkennt, ermutigen, neue Wege zu suchen.

Es ist höchste Zeit, JA zu sagen.

JA zur Leichtigkeit.

PS: Keine Angst, Sie werden davon höchstens glücklicher – nicht erfolgloser. Erfolg geht auch leicht, versprochen! 🙂

Hier ein Buch zu mehr Leichtigkeit und einem besseren Umgang mit Perfektionismus:

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Und wie steht es bei Ihnen mit der Leichtigkeit? Ich freue mich über Ihr Feedback!

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