Tag 21 – JA zum Vertrauen | 30 Tage JA

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JA zum Vertrauen

 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, heißt es. Stimmt das so? Oder ist das JA zum Vertrauen der richtige Weg?

Vertrauen – Wie du mir, so ich dir

Vor vielen Jahren war ich einmal bei einem Netzwerkabend, an dem eine Vertrauensforscherin einen Vortrag hielt. Sie legte dar, dass beim Vertrauen in starkem Maß das Prinzip der Reziprozität gilt.

Das heißt, Vertrauen wird dadurch aufgebaut, dass eine Partei in Vorleistung geht. Also einen Vertrauensvorschuss leistet. Im nächsten Schritt muss die andere Partei sich ebenfalls vertrauenswürdig und vertrauensvoll zeigen.

So wird Schritt für Schritt Vertrauen aufgebaut.

Aber wehe, eine der Parteien missbraucht einmal dieses Vertrauen oder zweifelt die Vertrauenswürdigkeit des anderen an – dann ist schluss mit lustig!

Schon Otto von Bismarck soll gesagt haben:
„Das Vertrauen ist eine zarte Pflanze. Ist es zerstört, so kommt es so bald nicht wieder.“

Vertrauensvorschuss – Wer traut sich?

Nach diesem Modell muss es einen geben, der den ersten Schritt wagt. Ohne zu wissen, ob der andere mitzieht.

Hier gehen wir also ein Risiko ein.
Ich könnte enttäuscht werden. Vielleicht ist mir das schon öfter passiert. Das schmerzt.
Ich könnte mich blamieren, weil ich so naiv war.
Ich könnte ausgenutzt werden, wenn sich herumspricht, dass ich vertrauensselig bin.

Dann doch lieber auf Nummer Sicher gehen? Es den Träumern überlassen, die noch an das Gute im Menschen glauben?

Misstrauen schadet uns selbst

Wissen Sie, wem wir mit diesem Grundmisstrauen am meisten schaden? Uns selbst.

Es mag schon sein, dass ich mit meinem Vorschuss das eine oder andere Mal auf die Nase falle.

Wenn ich mich aber an dieser Stelle verschließe, verschließe ich mich vor anderen Menschen. Bin nicht mehr berührbar. Schotte mich ab von echten Herz-Beziehungen.

Natürlich soll es nicht darum gehen, allem und jedem blind zu vertrauen. Die Frage ist, was braucht es, um das richtige Gespür zu entwickeln, beim wem wie viel Vertrauensvorschuss angebracht ist?

Vertrauen braucht Selbst-Vertrauen

Je besser ich mir selbst vertraue, desto besser kann ich anderen Menschen vertrauen.

Warum? Weil mir mein Selbstvertrauen die Sicherheit gibt, die es mir erlaubt, ein Risiko einzugehen. Ich kann einen Vertrauensschritt wagen, weil ich weiß, dass ich auch mit negativen Erlebnissen werde gut umgehen können.

Ich brauche nicht aus Angst ein Schutzschild aufzurichten, das mich vor diesen Gefahren schützt. Dieses Schutzschild hat leider oft die ungute Nebenwirkung, dass ich mich damit auch von meiner Intuition, meiner inneren Stimme, abschneide. Und genau diese ist es, die ganz feine Sensoren hat und mir das ‚Bauchgefühl‘ schickt, wie weit der andere vertrauenswürdig ist.

Vertrauen schafft Selbst-Vertrauen

Mich selbst als vertrauenswürdig zu erleben, stärkt mein Gefühl des Vertrauens in mich selbst. Der Mensch, auf den ich mich immer und überall verlassen können will, bin ich.

Je öfter ich mich als die verlässliche und mein Vertrauen verdienende Person erlebe, desto besser fühle ich mich mit mir verbunden. Positive Rückkopplung.

Vertrauenswürdigkeit heißt in Bezug auf mich selbst auch: Ich kann mich darauf verlassen, dass ich gut für mich selbst sorge. Genau hinhöre. Nicht zulasse, dass ich mir selbst Schaden zufüge. Nicht zulasse, dass mir andere Schaden zufügen.

JA zum Vertrauen. JA zu mir, JA zu dir, JA zum Leben.

Ein sehr empfehlenswertes Buch zum Vertrauen und Selbstvertrauen:

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Vertrauen ist gut, Selbstvertrauen ist besser: Wege aus der Enttäuschungsfalle
Von Krishnananda Trobe, Amana Demant Trobe
Preis: EUR 17,80
In diesem Buch werden die Ursachen von Misstrauen erforscht und es wird aufgezeigt, wie wir wieder Vertrauen in uns und das Leben erlangen können.
Wir alle tragen eine Wunde von Verrat und Enttäuschung in uns. Oft sind wir uns dessen nicht bewusst; erst wenn das Leben uns mit Erfahrungen konfrontiert, die frustrierend und beunruhigend sind - manchmal sogar äußerst schmerzhaft und destruktiv -, bricht diese Wunde wieder auf.
Wir verhalten uns entsprechend unserer Muster: Entweder leugnen wir, dass wir verletzt sind oder wir verfallen in Resignation oder schieben einer Person oder Situation die Schuld zu und reagieren mit Verbitterung und Groll. Aber: Mit diesen oft unangenehmen Erfahrungen will das Leben uns aufwecken. Es will uns wissen lassen, dass im Innern Arbeit auf uns wartet. Es will uns Tiefe geben und uns menschlich machen.
Ein wichtiger Lernprozess für die Seele kann beginnen - das Geschenk des Lebens auf dem Weg zur Reife. Wenn wir echtes Vertrauen besitzen, heißt das nicht, dass wir niemals misstrauen. Doch unser Misstrauen stellt eine Antwort im Hier und Jetzt dar und basiert auf klaren, unemotionalen Beobachtungen. Diese Art von klarer Wahrnehmung erlaubt uns Unterscheidungen zu treffen: Wir können uns öffnen, wenn wir uns sicher und angenommen fühlen oder uns verschließen, wenn wir das für angebracht halten. Wir sehen die Situation so, wie sie ist.
Die Autoren zeigen u. a. einfache Methoden auf, mit denen man Situationen, in denen man sich betrogen oder enttäuscht fühlt, besser meistern kann.
Marion Wandke-Portrait-2

Wie gut können Sie anderen vertrauen? Und auch sich selbst? Ich freue mich über Ihr Feedback!

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