Tag 24 – JA zum Körper | 30 Tage JA

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JA zum Körper

 

Groß, klein, dick, dünn, muskulös, fett, faltig, straff, sehnig, … Worte, die unseren Körper, speziell unser Aussehen beschreiben, haben wir viele. Haben wir ein JA dazu? Und gibt es noch mehr?

Soll und Ist – das Körper-Bild

Wie zu den meisten Dingen im Leben haben wir auch zum Körper ein Soll-Bild. Also eine bildhafte Vorstellung, wie ein perfekter Körper, ein Geht-so-Körper oder auch ein Geht-Gar-nicht-Körper aussieht.

Das gab es natürlich schon immer, denken wir an die Zeit des Barock, in der Rubens seine üppigen Frauengestalten malte. Die letzten Jahrzehnte schwingt das Pendel in die andere Richtung und es wird um ‚Mager-Modells‘ heiß diskutiert.

Was mache ich da zu meinem Soll? Das Soll des Mainstream, der Werbeindustrie?

Mir scheint, vor allem ein Soll, das sich gut vermarkten lässt.

Ein Soll, das viele Produkte braucht, um ihm irgendwie näher zu kommen.

Diätpläne, Diätprodukte, Diätprogramme.
Kosmetische Verschleierung, ‚Camouflage‘, Farbe, Füllung, Botox.
Die passende Hülle, stylische Klamotten, Schuhe, Accessoires.

Spricht etwas dagegen, sich zu schmücken, zu schminken, zu stylen?

Nein, natürlich nicht! Für mich hat das auch viel mit Spiel und Spaß und meiner kindlichen Freude am Ausprobieren zu tun.

Eine interessante Frage ist da natürlich: Würde ich das alles auch ganz alleine auf einer einsamen Insel tun?
Würde ich mir da die Haare färben, mich maniküren, mich chic anziehen? Vieles davon wohl eher nicht.

Das Soll-Bild hat eben viel mit der Außenwelt zu tun, mit sozialer Anerkennung und Zugehörigkeit.

Zu einer speziellen Gruppe zu gehören, eine bestimmte Lebensart zu verkörpern, bringt ein bestimmtes Soll-Bild mit:

Sportlich und fit.
Beruflich erfolgreich.
Modern und weltgewandt.
Bodenständig und vernünftig.

Alles soweit normal, alles gut.

Wenn ich mir immer wieder bewusst mache, was ich da tue. Und warum ich es tue.

Welche Befürchtungen ich damit verbinde, nicht wie mein Soll-Bild auszusehen. Nicht mehr anerkannt werden? Nicht mehr dazugehören? Abgelehnt werden?

Welchen Preis zahle ich dafür? Nicht nur das Geld, das ich für all das Zeug ausgebe, auch der andere Preis.

Mag ich mich denn, wenn ich mich nackt und ungeschminkt im Spiegel sehe?

Zahle ich den Preis der Unfreiheit, weil ich nicht mehr einfach aus dem Moment heraus entscheiden kann? Ich muss mich erst schminken, bevor ich das Haus verlasse. Ich muss meine Lust zum Essen oder zum Trinken streng reglementieren.

Ich spreche hier nicht von einem vernünftigen und ausgewogenen Umgang mit allem. Sondern von einem Wald an Verbots- und Gebotsschildern.

Wieviel JA habe ich zu meinem Körper, so wie er ist?

Je mehr NEIN, desto mehr Traurigkeit, Druck und Kontrolle.

Wo ist das Körper-Gefühl geblieben?

Sein Körper-Bild hat jeder gleich präsent. Aber wie sieht es mit dem Körper-Gefühl aus?

Können Sie mir ohne zu zögern diese Fragen beantworten:

Wie fühlt sich ihr Körper genau an? Jetzt gerade. Insgesamt und in den einzelnen Teilen.
Ihr Kopf, Ihr Nacken, die Schultern? Sitzt da eine Verspannung? Ist es dort leicht oder schwer?
Und im Herzraum? Im Bauchraum? Unterleib? Beine, rechter großer Zeh?

Du meine Güte! Fragen über Fragen 🙂

Mancher Coachingklient oder Seminarteilnehmer schaut mich da erst einmal mit großen Augen an. Vielen von uns ist schlicht die Körper-Wahrnehmung abhanden gekommen.

Eine Klientin beschrieb sich einmal als: „Halt ein Kopf, an dem unten ein Körper dranhängt.“

Das Körper-Gefühl ist wie eine Oase

Klingt das schräg? Oase? Wo sich doch der Körper eher mal unangenehm mit Zwicken und Zwacken und Verspannungen bemerkbar macht?

Doch, für mich ist das tiefe Meinen-Körper-Spüren wirklich wie eine Oase, in die ich jederzeit in all dem Stress und der Hektik kurz hingehen und mich wieder auftanken kann.

Heimkommen, die Verbindung zu mir selbst spüren.

Mich bei meinem Körper bedanken, wie gut er mich all die Jahre getragen hat, obwohl ich ihn nicht immer super-pfleglich behandelt habe. Auch wenn gerade etwas weh tut oder unangenehm ist.

Auch wenn an manchen Tagen das Bild weit vom offiziellen Soll entfernt scheint.

Im Körper kann ich meine Verwurzelung spüren. Mein Präsentsein. Meine Verbindung mit der Welt.

JA zu mir. Ja zu meinem Körper.

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Wie steht es bei Ihnen mit Körper-Bild und Körper-Wahrnehmung? Wieviel JA ist da? Ich freue mich über Ihr Feedback!

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